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Jarama: Antonio Albacete ist Vizeeuropameister

Die FIA Truck Racing Europameisterschaft 2009 ist entschieden. David Vrsecky erwischte das bessere Ende, Antonio Albacete musste sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben.

Entschieden wurde das spannende Finale etwas überraschend schon am Samstag im ersten Wertungslauf des Wochenendes. Den musste der Lokalmatador aus der zweiten Startreihe angehen, vor ihm startete mit Markus Bösiger ausgerechnet der Teamkollege von Albacetes Kontrahent Vrsecky. Was dann passierte, wurde je nach Standpunkt als teaminterne Schützenhilfe oder als „dicker Hund“ eingestuft. Bösiger bremste Albacete zweimal ziemlich heftig aus. Beim ersten Mal, am Ende der Start- und Zielgeraden, blieb das noch einigermaßen folgenlos. Beim zweiten Mal, einige Meter weiter, bedeutete es für beide Fahrer das vorzeitige Aus. Damit war der Weg frei für Vrsecky, der den Lauf gewann und seinen Vorsprung so auf 30 Punkte ausbaute. Damit hatte er sich für den Rest des Wochenendes eine komfortable Ausgangsituation geschaffen: Der tschechische Titelverteidiger musste nur noch einmal vor Albacete ankommen, um auch alle theoretischen Eventualitäten auszuschließen.

Schon im zweiten Rennen dieses Wochenendes entschied dann Vrsecky den Titelkampf zu seinen Gunsten: Er durfte aus der vierten Reihe starten während sich Albacete wegen des Ausfalls von ganz hinten durch das komplette Feld pflügen musste. Es spricht für die Qualitäten des Spaniers, dass er trotzdem nur einen Platz hinter Vrsecky ins Ziel kam, der Kampf um die Krone war damit allerdings entschieden.

Die Rennkommissare hatten übrigens nach Sichtung von Videos und Anhörung der Streckenposten eine klare Meinung, was Bösigers Schützenhilfe betrifft: Der Schweizer wurde wegen gefährlicher Fahrweise und unsportlichem Verhalten für das komplette Wochenende disqualifiziert!

Am Sonntag wollte Albacete seinen zahlreichen Fans, die wie in Jarama üblich, der Bereich der großen Tribüne wieder in ein Tollhaus verwandelten, noch einmal eine tolle Show bieten. Obwohl der Titelkampf ausgefochten war, zeigte sich der Lokalmatador motiviert bis in die Haarspitzen und stürmte in den beiden letzten Championshiprennen dieses Jahres geradezu zum Sieg. Mit jeweils deutlichem Abstand gewann der Madrilene die Läufe drei und vier, eine kleine Entschädigung für den Frust des vorangegangenen Tages.

Truck Race Jarama - Chris Levett

Für Chris Levett war es ein Saisonabschluss nach Mass. In den vergangenen Rennen hatte  sich der Brite intensiv mit Platz fünf angefreundet – das war wohl seine häufigste Platzierung. Doch in Jarama gelang ihm beim letzten Rennen des Jahres noch einmal eine deutliche Verbesserung: Levett kam in allen vier Championshiprennen auf einem Podiumsplatz ins Ziel und feierte damit den größten Erfolg in seiner noch jungen Karriere. Positiv auch, dass der Truck Racer diese Leistungssteigerung mit einem überlegten, sauberen Fahrstil erreichte, der blaue MAN kam nach allen Läufen mit keinerlei nennenswerten Blessuren zurück ins Paddock.

Das Finale in Jarama stand natürlich ganz im Zeichen des offenen Titelkampfs zwischen Antonio Albacete und David Vrsecky. Levett befand sich dagegen in einer vergleichsweise komfortablen Ausgangssituation. Vor dem finalen Auftritt war bereits klar, dass der vierte Rang im Endklassement außerhalb auch theoretisch denkbarer Möglichkeiten lag, und nach unten hatte Levett dreizehn Punkte Vorsprung auf Egon Allgäuer, was unter normalen Umständen ausreichen würde, um den fünften Platz zu halten. Dass es im Motorsport immer wieder Überraschungen gibt, zeigte sich dann beim Showdown der Titelaspiranten, wobei der Ausgang letztlich von Vrseckys Teamkollegen Markus Bösiger bestimmt wurde, der Albacete unsanft ausbremste und dafür von den Rennkommissaren für das ganze Wochenende disqualifiziert wurde.

Zuvor hatten sich die Akteure zum ersten Qualifying auf der hügeligen Piste im Nordosten Madrids getroffen, wobei die Entscheidung der Organisatoren, das rappelvolle Starterfeld – mit 30 gemeldeten Konkurrenten! – für das Zeittraining in zwei Blöcke zu unterteilen sicherlich zu mehr Chancengleichheit geführt hat. Levett beendete den Kampf um die besten Startplätze für das erste Rennen an fünfter Position. Im darauf folgenden Championshiprace profitierte der Brite dann sicherlich vom Ausfall der beiden Top-Fahrer Albacete und Bösiger, freute sich nach zwölf Runden aber trotzdem über den dritten Rang und damit einen erneuten Podiumsplatz.

Den Rest des Wochenendes bestritt Levett dann allerdings ohne fremde Hilfe, aus eigener Kraft komplettierte er zunächst im zweiten Championshiprennen den Erfolg der MAN-Teams, die das Podium völlig für sich hatten. Egon Allgäuer landete nach längerer Pause wieder einen Sieg, Jochen Hahn wurde Zweiter – und Chris Levett konnte sich zunächst über einen perfekten Start freuen, im weiteren Verlauf des Rennens hielt er dann den alten und neuen Europameister Vrsecky auf Distanz, was schließlich zum zweiten Mal an diesem Tag Platz Drei bedeutete.

Vielleicht war es der erfolgreich abgeschlossene Vortag, der Chris Levett am Sonntag zusätzlich motivierte. Er zeigte sich bereits im Zeittraing verbessert, war eine Zehntel-Sekunde schneller als in der vorangegangenen Runde und belegte damit den vierten Platz. Im Rennen musste sich Levett dann nur hinter den beiden bestimmenden Akteuren dieser Saison einreihen, Albacete ließ dem frisch gebackenen Europameister nicht den Hauch einer Chance und gewann nach fulminantem Auftritt mit knapp sechs Sekunden Vorsprung vor Vrsecky und Levett, der wiederum einen deutlichen Vorsprung auf Jochen Hahn hatte.

Nach dem vierten Championship Race gehörte das Podium schon zum zweiten Mal an diesem Wochenende komplett den MAN-Fahrern. Antonio Albacete wollte seinen Landsleuten zum Saisonabschluss noch einmal eine tolle Show bieten und stürmte geradezu zum Sieg. Im Schlepptau des Lokalmatadors: Der blaue Birds-MAN mit Levett am Steuer. Zum zweiten Mal an diesem Sonntag war es Jochen Hahn, den der Engländer im Rückspiegel beobachten musste. Doch auch der deutsche Routinier fand keinen Weg vorbei, Platz Zwei war für Levett der bis dato größte Erfolg im Europäischen Wettbewerb.

Der erfolgreiche Saisonabschluss bedeutete für das gesamte Team von Lutz Bernau und Chris Levett eine Bestätigung der geleisteten Arbeit. Levett selbst hat das ganze Jahr über ruhig und bedächtig an seiner Form gearbeitet, viele Tipps von Bernau erfolgreich umgesetzt und sich so auf ein wesentlich höheres Level katapultiert. Eine Basis, auf der sich im kommenden Jahr gut aufbauen lässt.

Championshiprace 1

1. Vrsecky (Freightliner)
2. Hahn (MAN)
3. Levett (MAN)
4. Altenstrasser (Renault)
5. Allgäuer (MAN)
6. Vojtisek (Renault)
7. J. Rodrigues (MAN)
8. Lacheze (MAN)
9. Mariezcurrena (MAN)
10. Lvov (MAN)
Championshiprace 2

1. Allgäuer (MAN)
2. Hahn (MAN)
3. Levett (MAN)
4. Vrsecky (Freightliner)
5. Albacete (MAN)
6. Lacheze (MAN)
7. Vojtisek (Renault)
8. Altenstrasser (Renault)
9. Mariezcurrena (MAN)
10. Oliver (MAN)

Championshiprace 3

1. Albacete (MAN)
2. Vrsecky (Freightliner)
3. Levett (MAN)
4. Hahn (MAN)
5. Szobi (MAN)
6. Oliver (MAN)
7. Lvov (MAN)
8. Altenstrasser (Renault)
9. J. Rodrigues (MAN)
10. Allgäuer (MAN)
Championshiprace 4

1. Albacete (MAN)
2. Levett (MAN)
3. Hahn (MAN)
4. Vrsecky (Freightliner)
5. Altenstrasser (Renault)
6. Janiec (Renault)
7. Oliver (MAN)
8. Lacheze (MAN)
9. Lvov (MAN)
10. Mariezcurrena (MAN)

Endklassement:

1. Vrsecky 490
2. Albacete 467
3. Hahn 361
4. Bösiger 295
5. Levett 253
6. Allgäuer 218
7. Altenstrasser 139
8. Oliver 119
9. Vojtisek 101
10. Szobi 94

Le Mans - Antonio Albacete

Das Saisonfinale verspricht viel Spannung: Beim letzten Truckrennen des Jahres am ersten Oktoberwochenende muss Antonio Albacete einen Zehn-Punkte-Rückstand aufholen, um erneut Europameister zu werden. In Le Mans gelang es Albacetes härtestem Konkurrenten David Vrsecky in drei der vier Rennen, sich erfolgreich durchzusetzen. Damit übernahm der amtierende Europameister erstmals in diesem Jahr die Tabellenführung im Gesamtklassement, für den Spanier geht es beim letzten Rennen in seiner Heimatstadt um alles oder nichts.

Das Erstaunlichste beim vorletzten Rennen des Jahres 2009 war die Disziplin, mit der die Akteure zu Werke gingen. Gerade angesichts des knappen Punktestandes – an der Spitze ebenso wie im Mittelfeld lagen oft nur wenige Punkte zwischen den „Duellanten“ – war nicht unbedingt damit zu rechnen gewesen, dass es in allen vier Championshiprennen überaus friedlich blieb und zu keinerlei größeren Karambolagen kam.

Antonio Albacete startete mit der zweitschnellsten Trainingsrunde in die 24 Heures Camion auf der traditionsreichen französischen Rennstrecke. Schon im ersten Rennen fuhren die Akteure dann aufgereiht wie auf einer Perlenschnur um den Ring, der mit über 4,1 km Streckenlänge zu den längeren Circuits zählt. Lediglich im hinteren Mittelfeld gab es einige Positionskämpfe, doch an der Spitze war die Reihenfolge schon kurz nach dem Start wie fest zementiert. In den Top Five tauschten lediglich Hahn und Levett die Plätze, Albacete kam folglich an zweiter Position über die Ziellinie. Einziger Trost: Die schnellste Rennrunde ging wieder einmal auf sein Konto.

In den Rennen 2 und 4 geht es naturgemäß etwas munterer zu, schließlich wurde der gedrehte Start eingeführt, um die Zuschauer in den Genuss von mehr Überholvorgängen kommen zu lassen. Am erfolgreichsten exerzierte das beim zweiten Championshiprace Antonio Albacete durch, der sich nach einigen Runden an die Spitze des Feldes gesetzt hatte und seine Führung kontinuierlich ausbaute. In diesem Lauf kam David Vrsecky hinter Jochen Hahn als Dritter ins Ziel, es sollte – aus Albacetes Sicht: leider – sein einziger Ausrutscher an diesem Wochenende bleiben.

Der Sonntag begann zunächst viel versprechend für den Madrilenen. Im Zeittraining deklassierte er die Konkurrenz und holte sich mit einer halben Sekunde Vorsprung die Pole Position. Beim Start zum dritten Rennen erwischte Albacete allerdings die schlechteren Karten und musste sich nach der ersten Kurvenkombination an zweiter Stelle einsortieren. Er klemmte sich zwar ans Heck des voraus fahrenden Freightliner, da Vrsecky aber fehlerfrei blieb, bekam der Verfolger keine Gelegenheit, sich an dem Hauber vorbei zu drücken. Im abschließenden Rennen musste sich Albacete nach der kuriosen Startphase – in der Schikane kamen die Trucks fast zum Stehen – aus dem Mittelfeld nach vorne arbeiten. Einige Runden lang hing er hinter dem gelben MAN von Egon Allgäuer fest, was Jochen Hahn und David Vrsecky genug Zeit gab, um sich deutlich abzusetzen. Erneut zeigte sich der Tscheche glänzend aufgelegt und konterte nach kurzer Zeit auch Hahn aus, Albacete konnte den großen Vorsprung des Duos in den verbleibenden Runden nicht mehr aufholen und wurde als Dritter abgewunken.

Le Mans - Chris Levett

Vier oder Fünf – das ist im Augenblick meistens die Frage für Chris Levett. Der Brite hat seinen Platz im Vorderfeld gefunden und gewöhnt sich nach eigener Einschätzung immer besser an den gut austarierten MAN-Renntruck aus dem Stall Bernau. „Mein früheres Fahrzeug hatte vor allem beim Bremsen eine völlig andere Charakteristik,“ erklärte Levett nach den ersten freien Trainingseinheiten. „Die Umstellung hat einige Zeit gedauert, aber inzwischen komme ich mit dem Fahrzeug ganz gut zurecht.“

Was Chris Levett dann prompt unter Beweis stellte. Im ersten Zeittraining auf dem Circuit Bugatti etablierte sich der Brite gleich ganz weit vorne. Seine Rundenzeit war die viertschnellste, Levett hatte sich damit eine günstige Ausgangsposition für das erste Championshiprace geschaffen. In dem musste er nur Jochen Hahn passieren lassen, der dank seiner größeren Routine eine Lücke fand, um am blauen MAN vorbei zu schlüpfen. Auf seiner etablierten Position kam der britische Truck Racer auch im folgenden Rennen an. Das Championshiprace 2 war, wie die anderen vier Läufe auch, nicht unbedingt reich an Action, aber Chris Levett sorgte zumindest für gute Unterhaltung. Denn Levetts Truck war der Mittelteil in einem Dreier-Sandwich: vorne mauerte Egon Allgäuer alle möglichen Lücken zu, hinter Levett lauerte Ex-Europameister Markus Bösiger im Freightliner auf einen Fehler oder eine günstige Gelegenheit, sich den Zweikampf der beiden MAN-Piloten zu Nutze zu machen. Doch an der Reihenfolge änderte sich bis zum Ende der elf zu fahrenden Runden nichts.

Der Sonntag begann aus Sicht Levetts wie der Tag zuvor: Im Zeittraining gelang ihm zum zweiten Mal an diesem Wochenende die viertschnellste Runde, diesmal wurde Chris sogar Mitglied im schnellen 2:07-er Club. Auch der Rest des Tages klingt irgendwie bekannt: Mit den zwei fünften Plätzen bewegte sich Levett in vertrauten Gefilden, es gab keine positiven oder negativen Überraschungen. In der Gesamtwertung hat Levett dagegen den Abstand auf Egon Allgäuer ausgebaut. Aus neun Punkten Vorsprung ist nach den vier Rennen von Le Mans ein Abstand von dreizehn Zählern geworden. Wenn es dem Briten beim Finale in Spanien wieder gelingt, irgendwo zwischen vier und fünf zu pendeln, sollte das reichen, um auch in der Gesamtwertung den gut bekannten Platz zu halten. Wobei – gegen einen Podiumsplatz zum Ende der Saison hätte sicher niemand aus dem Team etwas einzuwenden. 

Fast schon logisch, dass das Bernau-Team beim Rennen in Frankreich wieder Zuwachs bekam. Dominique Lacheze ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, in seiner Heimat wieder einmal Rennatmosphäre zu genießen. Es ist schon erstaunlich zu sehen, was der immer gut aufgelegte Lacheze an Routine und Können mitbringt und damit trotz mangelnder Praxis erfolgreich unterwegs ist. In drei von vier Rennen kam der Franzose in die Punkteränge – so mancher Fahrer, der die komplette EM bestreitet, wäre froh um so ein Wochenende. Dank der guten Performance von Lacheze kam das Team Bird’s Bernau beim letzten Rennen in der Mannschaftswertung sogar auf den zweiten Platz.

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Zolder: Antonio Albacete - Sieg im Ersten, Ausfall im letzten Rennen

Einhundertprozentig nach Plan verlief beim Auftritt in Zolder für Antonio Albacete nur der Auftakt. Im ersten Zeittraining war der Spanier nur einen Wimpernschlag langsamer als sein direkter Kontrahent im Titelkampf. David Vrseckys Top-Runde wurde mit 1:57.778 gestoppt, Albacete war in seinem schnellsten Umlauf 87 Hunderstel Sekunden langsamer. Der Tscheche führte dann auch im ersten Wertungsrennen von Anfang an, Verfolger Albacete klemmte sich ans Heck von dessen Freightliner. Erst in der letzten Runde wurde es noch einmal richtig munter, als sich die beiden Top-Piloten heftig beharkten. In der Schikane wenige hundert Meter vor dem Ziel schaffte der Madrilene dann das Kunststück, am Spitzenreiter vorbei zu ziehen und so als Erster über die Ziellinie zu fahren.

Im zweiten Lauf musste Albacete folglich vom achten Startplatz aus ins Rennen gehen. Schon in der Anfangsphase arbeitete er sich zielstrebig nach vorne. Zu Beginn der dritten Runde sah es am Ende der Start- und Zielgeraden so aus, als würde Egon Allgäuer dem deutlich schnelleren Spanier eine Lücke zum Überholen frei lassen – doch als Albacete auf der Innenbahn neben dem Truck des Österreichers war, zog der plötzlich wieder zurück auf die Ideallinie, damit kam es zum Aufeinandertreffen MAN gegen MAN. Für Allgäuer bedeutete die Karambolage das Ende des Rennens, er fuhr mit gebrochener Hinterachs-Feder zurück ins Fahrerlager. Albacete geriet zunächst heftig ins Trudeln, musste sich durch das Kiesbett pflügen und kam erst wieder auf die Strecke, als das halbe Feld vorbei gerauscht war. Trotz einer beherzten Aufholjagd reichte es am Ende nur zu einem siebten Platz.

Am Sonntag zeigte sich der frühere Europameister trotzdem frisch motiviert. Im Warm up legte er ebenso die schnellste Rundenzeit vor wie im Zeittraining. Die Pole Position ist zwar eigentlich eine optimale Voraussetzung, um ins Rennen zu gehen. Doch wenn ausgerechnet beim Start das Getriebe nicht optimal arbeitet, nützt auch eine Pole wenig. Genau das passierte nämlich Albacete, und als der endlich in die Gänge kam, war David Vrsecky natürlich längst enteilt, mehr als die Verfolgerrolle war diesmal nicht drin für den Fahrer mit der Startnummer 23. Zumal der Tscheche nach den Erfahrungen des Vortages auf der Hut war und Albacete keine Chance gab, das Ergebnis doch noch zu drehen.
Im letzten Lauf des Wochenendes war es erneut ein technisches Problem, das Albacete zu schaffen machte. Wegen eines Defekts an der Hinterachse fiel er nach ungefähr zwei Dritteln der zu absolvierenden Renndistanz weit zurück, in der neunten Runde kam das vorzeitige Aus. Da David Vrsecky (nach einer Bestrafung von?Allgäuer) als Zweitplatzierter hinter Sieger Jochen Hahn fleißig Punkte sammelte, liegen die beiden Titelaspiranten jetzt gleichauf in der EM-Wertung – es wird noch einmal richtig spannend zum Ende der Saison.